„Wess’ Brot ich ess’, dess‘ Lied ich sing!“

Kritik am industrienahen Positionspapier „Herzinsuffizienz und Diabetes“ der Deutschen Kardiologischen Gesellschaft (DKG) und der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG)

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Die führenden deutschen Fachgesellschaften im Bereich Diabetes und Herzinsuffizienz haben jüngst ein Positionspapier veröffentlicht, in dem es unter anderem um die Therapie dieser Erkrankungen geht [1]. Einen großen Platz nimmt dabei die Therapie mit den sog. SGLT2-Hemmern ein.

Erschreckend ist, dass ausnahmslos alle Autoren dieses Papiers relevante Interessenkonflikte haben:

Alle 18 Autoren geben an, als bezahlte Redner und/oder Berater von eben den Firmen, die SGLT2-Hemmer in Deutschland verkaufen (Böhringer/Ingelheim, Astra Zeneca), Gelder erhalten zu haben.

Solche Interessenkonflikte sind bei der Leitlinienerstellung in Deutschland aus gutem Grund ein Ausschlusskriterium [2]. Es ist unverständlich, warum beide Fachgesellschaften gerade bei einem Positionspapier bei dem es um diese (im Vergleich zur Standardtherapie) deutlich teureren Blockbuster geht, jegliches Gespür für Neutralität und Transparenz vermissen lassen.

Quellen:

[1] https://www.ddg.info/fileadmin/user_upload/PP_Herzinsuffizienz_und_Diabetes_der_DGK_und_DDG_XML1st_Online-PDF_prot.pdf

[2] https://www.awmf.org/leitlinien/awmf-regelwerk/leitlinien-entwicklung/awmf-regelwerk-01-planung-und-organisation/po-interessenkonflikte/interessenskonflikte.html

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