Die Zivilgesellschaft warnt vor Übernahme der WHO durch den Unternehmenssektor.

MEZIS unterstützt den  offenen Brief des International Babyfood Action Network (IBFAN)

Am 26. Januar 2016 riefen über 50 NGO’s in einem offenen Brief den Vorstand der WHO dazu auf, die Verhandlungen über das „Abkommens zur Einbeziehung nicht-staatlicher Akteure“ (Framework for Engagement with non- state Actors (FENSA) zu beenden. Mit FENSA werde über die bisherigen Kanäle hinaus Unternehmen und großen privaten Stiftungen ein übermäßiger Einfluss auf die WHO – ihre Gesundheitspolitik und Prioritätensetzung – eingeräumt. Dies gefährde die Integrität, Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit der WHO und die Erfüllung ihres satzungsmäßigen Auftrags. Die FENSA-Verhandlungen ignorierten alle Grundsätze einer  wirksamen Regulierung von Interessenskonflikten, die Wachsamkeit und einen Abstand auf „Armeslänge“ erfordere. Das schließe eine angemessene Zusammenarbeit zwischen WHO und Unternehmenssektor nicht aus. Das Grundproblem bei FENSA liege in der Einfrierung des eigentlichen WHO-Budgets. Inzwischen stammten 80% des Etats aus freiwilligen Spenden, von denen 93% zweckgebunden seien. FENSA als Strategie zum Fundraising zu nutzen, führe – so der Brief – in die Irre.

Die Mitgliedsstaaten müssten sich klar politisch entscheiden, ob sich die WHO weiter an ihren Auftrag halten solle, den Menschen zu dienen oder ob sie zunehmend privaten Interessen folgen solle.

Zum offenen Brief, zur Pressemitteilung und zu weiteren Informationen: http://www.babymilkaction.org/archives/8358

2016

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