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Liebe MEZIS Mitglieder, liebe MEZIS Freunde,
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in unserem November Newsletter informieren wir darüber, was in den letzten Wochen bei MEZIS passierte. Wir haben uns einige Male zu Wort gemeldet, um auf Verhalten aufmerksam zu machen, welches unser solidarisch finanziertes Gesundheitssystem und die darin versicherten und tätigen Menschen belasten. Zudem haben wir einige Beiträge für Euch gesammelt, die wir hier gerne teilen.
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Annette Diener, MEZIS Mitarbeiterin
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für das MEZIS Team (Dominikus Bönsch, Manja Dannenberg und Niklas Schurig, Vorstand, Ralf Bickeböller und Susi Bonk, Beirat und Sabine Hensold, Mitarbeiterin)
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MEZIS meldet sich zu Wort:
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Offener Brief an DGIM, DGK und DGPR
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Gemeinsam mit NeuroloyFirst wandten wir uns am 22.09.2025 mit einem offenen Brief an die Fachgesellschaften Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK), die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) und die Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen (DGPR). Darin fordern wir sie auf, zur evidenzbasierten Leitlinienarbeit im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft wissenschaftlicher medizinischer Fachgesellschaften (AWMF) zurückzukehren. Danke für die positiven Rückmeldungen zu dieser Initiative per E-Mail an info@mezis.de und am MEZIS Stand in Hannover beim DEGAM-Kongress für Allgemeinmedizin Anfang Oktober!
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Wir erhielten bislang zwei inoffizielle Antworten von der DGIM und der DGK. In ihren E-Mails verwiesen beide Absender auf ihre Leitlinienarbeit bei der AWMF und erklärten, „wenn Sie … die Top-Experten an Bord haben wollen bei der Erstellung einer Leitlinie und gleichzeitig fordern, dass diese keinerlei potentielle Konflikte aufweisen dürfen, so eliminieren Sie den Großteil der Autoren und schreiben eine Leitlinie mit ‚Experten‘, die vermutlich gar keine sind.“
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Diesem Argument dürfen wir erwidern: Expert:innen ohne Verbindungen zu geldgebenden Firmen sind sogar sehr häufig. Sie sind meist eher unauffällig und arbeiten „in der zweiten Reihe“. Passend zum Thema: ein Beitrag des SRF zu Verflechtungen des ehemaligen ESC-Präsidenten mit Servier, die von einem dänischen Team 2024 recherchiert wurden.
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Update Bundestagspetition zum Heilmittelwerbegesetz
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Am 30.06.2025 reichten wir mit weiteren Organisationen eine Bundestagspetition zum Heilmittelwerbegesetz beim Petitionsausschuss ein. Die Petition durchläuft aktuell den üblichen Prüfungsprozess. Um die Relevanz unseres Anliegens zu verdeutlichen sammeln wir auf der Webseite https://mezis.de/mezisbundestag weiterhin Beispiele für Pharma-Werbung (bitte an info@mezis.de senden), die in Zeitschriften, im Internet oder Social Media sowie an markanten Orten platziert medizinische Laien adressiert.
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Pressemitteilung zur ePA – Top oder Flop?
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Ab 01.10.2025 startete die elektronische Patientenakte verpflichtend – trotz Sicherheitslücken, Ausfällen und Kritik aus der Praxis. Mit der Pressemitteilung des Bündnisses Widerspruch gegen die ePA, dem MEZIS als Bündnismitglied angehört, meldeten wir uns zu Wort.
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Weitere interessante Artikel zum Thema Digitalisierung:
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Patientenakten: Arzt-Patientenverhältnis wegen Abrechnungsdilemma unter Druck
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Immer wieder sorgen Abrechnungsinformationen aus den elektronischen Patientenakten für Nachfragen bei Ärzt:innen – oft zu Unrecht. Eine Ärztin erklärt das Dilemma.
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Doctolib startet Praxissoftware mit KI-Unterstützung Doctolib will den Markt der Praxisverwaltungssysteme in Deutschland erobern. Helfen sollen drei KI-Assistenten – so steht es bei heise.de: „„Ein KI‑Sprechstundenassistent dokumentiert Behandlungsgespräche mit Patient:innen in Echtzeit und erstellt strukturierte Zusammenfassungen und Notizen für die Ärzt:innen“, heißt es von Doctolib.“ Eine Transparenz zu dieser Datensammlung ist fraglich. https://www.heise.de/news/Doctolib-startet-Praxissoftware-mit-KI-Unterstuetzung-11039058.html
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Online-Terminvereinbarung beim Arzt? Ja – aber bitte vertraulich!
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Viele Patient:innen erhalten nach einem Telefonat mit einer Praxis per E-Mail oder SMS eine Erinnerung für einen Arzttermin. Wir (heise.de) beantworten häufige Fragen dazu.
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Wörterbuch der Ärztlichen UnAbhängigkeit
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Neu auf unserer Webseite: „Wörterbuch der ärztlichen UnAbhängigkeit“ von Prof. Dr. Thomas Lempert. Das Wörterbuch öffnet den Blick für die Marketing-basierte Medizin und die ärztliche Freiheit und erklärt Schlüsselbegriffe von Advisory Board über Reziprozität, Satellitensymposium bis Wertschöpfung. Thomas Lempert, Neurologe und Leiter der neurologischen Abteilung an der Schlosspark-Klinik in Berlin, ist seit vielen Jahren engagiertes MEZIS Mitglied. Sein „Wörterbuch der ärztlichen UnAbhängigkeit“ erschien zunächst auf der Website von NeurologyFirst. Wir arbeiten an einer gedruckten Version.
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Weitere interessante Informationsquellen:
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Denis Nößler, ehemals Chefredakteur der Ärzte Zeitung und MEZIS Mitglied, und Martin Scherer übernahmen den EvidenzUpdate-Podcast und gründeten dafür eine eigene Unternehmung, die Evidenz Now Media UG. In diesem Format betrachten sie sogenannte „Wahrheiten“ in der Medizin, schauen auf die medizinische Wissenschaft, auf Studienergebnisse und Expert:innenaussagen und ordnen ein, was wir eigentlich wissen können und was nicht. Und wo es schlicht Grenzen gibt. Die Informationsangebote richten sich an Fachpersonal, Institutionen und Politik sowie Versicherte („Patient:innen“).
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Wir werden eingeladen, uns öffentlich und in Vorträgen zu äußern (z. B. am Runden Tisch „Centre for Planetary Health Policy“ am 09.09.2025 in Berlin) und versuchen, so viele Termine wie möglich wahrzunehmen. Mit unserem bewusst provokanten Roll-up und orangefarbenem T-Shirt mit MEZIS Schriftzug (hier ist das MEZIS Material zu finden) stellen wir auf Kongressen und auch bei den eigenen Fortbildungen das etablierte System in Frage. Und selbst bei „Heimspielen“, wie auf dem DEGAM-Kongress (01.-03.10.2025) oder der practica (15.-18.10.2025) kommen wir mit vielen Menschen ins Gespräch, die noch nie von MEZIS hörten. Gleichzeitig treffen wir uns am MEZIS Stand und tauschen uns über unsere Erfahrungen aus, lernen uns kennen und verabreden uns zu weiteren Aktionen. Das findet auch in unserem MEZIS Forum im Signalchat statt, schaut gern einmal vorbei. Danke, liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter! Mit Euch zusammen macht diese Arbeit viel Freude!
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Was uns miteinander ins Gespräch bringt, sind – neben dem wissenschaftlichen Austausch – unsere Geschichten. Bei einem Manipulationsversuch ereilt uns häufig das unwillkürliche Empfinden „Hier stimmt was nicht, oder?!“. Diese Momente und Erfahrungen sind ein wichtiges Potenzial, um uns miteinander zu verbinden und unsere „Bewegung“, unseren Verein bei anderen weiter bekannt zu machen, z. B. bei Studierenden: MEZIS zeigt Gesicht. Wir fragen: Was war Dein Aufwachmoment? Wer möchte uns die eigene Geschichte rund um erlebte Beeinflussbarkeit durch die Pharmaindustrie erzählen bzw. zusenden an info@mezis.de? Wir sammeln die Geschichten und bleiben in enger Absprache mit der Senderin und dem Sender, in welcher Form und Art wir diese für MEZIS einsetzen.
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MEZIS Fachtagung 13.-15.03.2026 in Göttingen und MEZIS Award „Goldenes Zäpfchen“ 2026
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Im nächsten Jahr verleihen wir im Rahmen der Fachtagung zum dritten Mal unseren MEZIS Award „Goldenes Zäpfchen“. Bitte sendet uns Vorschläge für Kandidatinnen und Kandidaten aus der Pharma- und Gesundheitsbranche,
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- die ihre Interessen erfolgreich und gewinnbringend in politischen Entscheidungen platzierten,
- Produkte herstellen, die trotz schlechter Schaden-Nutzen-Bilanz oder ohne nachgewiesenen Zusatznutzen größtmögliche Gewinne einbringen oder auch
- Unternehmen, die hohe Summen in das Sponsoring und damit in die Werbung für ihre Produkte bei ärztlichen Fortbildungen investieren,
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mit einer kurzen Begründung bis zum 31.12.2025 an info@mezis.de. Die Jury aus dem MEZIS Vorstand und Beirat wird aus den eingereichten Vorschlägen drei Nominierungen auswählen, aus denen die MEZIS Mitglieder schließlich ihren Favoriten wählen.
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