im Mai 2024 ist die überarbeitete „(Muster-)Fortbildungsordnung“ (MFO) der BÄK in Kraft getreten. Damit soll vor allem die Neutralität der Inhalte gesichert und Sponsoring detailliert offengelegt werden. Wir von MEZIS e.V. und Transparency International Deutschland (TI) begrüßen ausdrücklich die Regelungen der neuen MFO, da sie einen bedeutenden Schritt hin zu einer Fortbildung darstellen, die frei von kommerziellen Einflüssen ist. Eine solche einflussfreie Fortbildung ist essenziell, um die Qualität und Integrität der medizinischen Weiterbildung zu gewährleisten.
Allerdings sind die Maßnahmen aus unserer Sicht nicht ausreichend. Zum einen ist die Regelung zur Offenlegung von Interessenkonflikten zu ungenau, um den Beteiligten eine klare Einschätzung zu ermöglichen. Zum anderen bleibt die Möglichkeit bestehen, dass Fortbildungsveranstaltungen vollumfänglich oder überwiegend von Sponsoren finanziert werden. Dies stellt die grundsätzliche Interessenunabhängigkeit solcher Fortbildungen in Frage und birgt das Risiko, dass sie weiterhin als Teil einer umfassenden Marketingstrategie genutzt werden.
Um das Ziel „neutraler, interessenabhängiger ärztlicher Fortbildung“ abzusichern, haben wir von MEZIS und TI ein gemeinsames Positionspapier verfasst. Es richtet sich an die Landesärztekammern und enthält Vorschläge für die Aufnahme in deren Ausführungsschriften zur Anerkennung bzw. Vergabe von CME-Fortbildungspunkten.