Deutsche Pharmafirmen gehören zu den größten Anbietern von Arzneimitteln in der Ländern des Südens. Doch nicht immer sind es die besten Produkte, die dort angeboten werden. Zahlreiche Untersuchungen, insbesondere der BUKO Pharmakampagne haben das Arzneimittelsortiment deutscher Hersteller in armen Ländern untersucht.

Leider sind reichlich Produkte dabei, die als irrational oder sogar schädlich eingestuft werden müssen, weil die entweder nicht wirksam sind, es bessere Alternativen gibt, besonders schwerwiegende unerwünschte Wirkungen haben, unsinnige Medikamentenkombinationen oder in der falschen Darreichungsform oder Dosierung angeboten werden. Vielfach werden Medikamente verkauft, die in Deutschland nicht mehr zugelassen sind.

Noch problematischer wird es, wenn sich die Pharmafirmen komplett aus armen Ländern zurückziehen, wie es Böhringer Ingelheim für Uganda angekündigt hat. Die Gewinnerwartungen sind zu gering. Böhringer bietet in Uganda verschiedene Medikamente gegen die Lungenkrankheit COPD an, so dass nach dem kompletten Rückzug der Firma vielen Patienten die Luft im wahren Sinne des Wortes weg bleiben wird.