Beschreibung:

Die AG Global Health befasst sich mit folgenden Themen:

  • Das Menschenrecht auf den höchstmöglichen Gesundheitstand und dessen (Nicht)verwirklichung
  • Arzneimittelpreise: Die Rolle von Patenten und sonstigen Monopolen für Arzneimittelhöchstpreise und somit den Zugang zu Medikamenten zu lebensnotwendigen Medikamenten
  • Forschung aus mehreren Blickwinkeln:
    Forschungslücke: Die mangelhafte Forschung an häufigen vernachlässigten ErkrankungenForschungsverlagerung in arme Länder
  • Scheininnovationen das Arzneimittelangebots transnationaler Konzerne in armen Ländern, dabei werden wir besonders die Rolle von Arzneimittelwerbung beachten.

Maßnahmen: Wir planen neben öffentlichen Veranstaltungen Advocacyarbeit in der Gesetzgebung, bei PolitikerInnen und Pharmafirmen sowie die Schaffung einer Datenbank zum ethischen Profil der Arzneimittelhersteller und werden uns mit anderen nationalen und internationalen NGOs, die sich mit Global Health Fragen beschäftigen, weiter vernetzen.

Ansprechpersonen:

Kontakt: Jan Salzmann: salzmann@mezis.de

Weitere Informationen:

  1. Vom 16.-19.11.2018 fand in Savar in  Bangladesh die vierte Peoples Health Assembly  mit 1500 TeilnehmerInnen aus aller Welt statt.  Wir waren dabei, denn jedes Jahr sterben 14, 4 Millionen Menschen an heilbaren Krankheiten. Ein Drittel der Weltbevölkerung verfügt nicht über den Zugang zu unentbehrlichen Medikamenten.  Am 10. September 1978, also vor 40 Jahren beschloss die Weltgesundheitsorganisation die Erklärung von Alma Ata. Damals hat die WHO Gesundheit aller Menschen und eine kosteneffektive Gesundheitsförderung für alle gefordert und für möglich gehalten. Die Forderung nach Gesundheit für Alle wurde mit der vierten People‘s Health Assembly wieder auf die politischen Agenden der WHO und der nationalen Regierungen gesetzt.

    Organisiert wurde die PHA vom Peoples Health Movement (PHM) www.phmovement.org gemeinsam mit Direktor und Gründer der People‘s University GK Dr. Zafrullah Chowdhury. Health for All nur den Kampf gegen Krankheiten, sondern auch gegen krankmachende Verhältnisse.

    Wir hielten zusammen mit No Free Lunch India zwei Workshops und  gründeten gemeinsam No Free Lunch Bangadesh.

  2. Auf der Tagung Leben – eine Kostenfrage ?! verabschiedeten wir das Manifest für bezahlbare Medikamente und eine bedarfsgerechte Arzneimittelforschung.
  3. Die studentische Initiative Universities Allied for Essential Medicines Europe e.V. (UAEM) und die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd) kritisieren, dass viele Medizinfakultäten ihrer globalen Verantwortung nicht gerecht werden. Dabei zeigen vergangene Epidemien wie im Kontext von Ebola, dass Gesundheit nicht nur national gedacht werden darf.

Wie steht es um das Bewusstsein für globale Gesundheit an unseren Universitäten?
Dieser Frage ging eine Arbeitsgruppe der UAEM in Kooperation mit der bvmd in einer aufwändigen Recherche nach. Wir freuen uns, die Ergebnisse dieser Studie am 24. April 2017 in einem Ranking auf www.globale-gesundheit.de veröffentlicht wurden. Die neue Studie zeigt Lichtblicke, aber auch Defizite an deutschen Universitäten auf.